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Stadt Gladenbach

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magistrat@gladenbach.de

BAULEITPLANUNG DER STADT GLADENBACH

Dieser zusätzliche Verfahrensschritt ist erforderlich, um unter anderem Anforderungen hinsichtlich des vorsorgenden Bodenschutzes (z.B. Darlegung von Nachverdichtungsmöglichkeiten) gerecht zu werden. Aus Gründen des Artenschutzes und der Eingriffskompensation sind zusätzliche/ veränderte Festsetzungen im Bebauungsplan getroffen worden.

Ziel der Planungen ist es, im Stadtteil Weidenhausen in 2 Bauabschnitten ein bedarfsorientiertes Neubaugebiet (insgesamt 15 Bauplätze) zu entwickeln.

Folgende umweltbezogene Informationen sind in Bezug auf die o.g. Bauleitplanung verfügbar:

•          Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan der Stadt Gladenbach,
•          Umweltbericht zum Regionalplan Mittelhessen 2010,
•          Landespflegerische Bestandsaufnahme mit Biotopkartierung,
•          Artenschutzrechtliche Einschätzung zum Bebauungsplan (Stand 2017)
•          Bodeninformationen und vorsorgender Bodenschutz (http://bodenviewer.hessen.de/),

Der Umweltbericht enthält folgende Informationen über die Betroffenheit und die Auswirkungen der Planungen auf die Schutzgüter:

•          Mensch: Gebiet mit mittlerer Erholungseignung; Wohnumfelderholung wird nicht erheblich eingeschränkt.
•          Tiere und Pflanzen, Boden: Mittlere Biotopfunktionen, resultierend aus Gehölz- und z.T. extensiven
           Grünlandstrukturen.

Pflanzen: Es sind keine Besonderheiten vorhanden.

Tiere: Bei der Vogelwelt werden nur weitverbreitete Kulturfolger angetroffen, die in den wenigen Heckenstrukturen und randlichen Gehölzstrukturen des Plangebiets und seiner näheren Umgebung leben. Andere geschützte Tierarten wurden nicht beobachtet.

Boden: zusätzliche Bodenversiegelung ist erheblich und nur bedingt ausgleichbar. Bodenfunktionen im mittleren Bereich. Bodenschutz durch begrenzende Festsetzungen zur Überbaubarkeit.

•          Wasser: Oberflächengewässer vorhanden (Hüttengraben, liegt außerhalb, wird nicht beeinträchtigt). Grundwasser
           ist durch schlecht durchlässige Deckschichten vor Stoffeinträgen geschützt. Künstliches Stillgewässer in Form eines
           Regenrückhaltebeckens (bleibt erhalten).

•          Klima und Luft, Landschaft: Locker bebaute Flächen in der westlichen Umgebung. Bedeutung für Klimaschutz eher
           gering.

Landschaftsbild: Mittlere Bedeutung für Landschaftsbild. Eine mit Gehölzen bewachsene Gewässerparzelle (Hüttengraben) bleibt erhalten.

•          Kultur- und Sachgüter: Nicht vorhanden


Darlegung der durch die Planung hervorgerufenen Eingriffe in Natur und Landschaft und deren Ausgleich: Wesentliche Auswirkungen betreffen den Boden (Verlust durch Versiegelung und Umnutzung). Mäßige Eingriffe bei der Tierwelt (Vögel, nur weit verbreitete Arten) wegen Beseitigung einer Schlehenhecke.

Eingriffe bei Biotopfunktionen, Landschaftsbild und Wasser mäßig, weil keine große Bedeutung im Bestand.

Artenschutz: Abgesehen von der Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Fristen bei der Beseitigung von Gehölzen sind keine besonderen Maßnahmen des Artenschutzes erforderlich.

Vermeidung: Die Feucht-/ Nassbereiche entlang des Hüttengrabens und im Bereich des Regenrückhaltebeckens bleiben erhalten.

Ausgleich: Der hauptsächliche Ausgleich wird durch Inanspruchnahme des Ökokontos der Stadt Gladenbach erbracht.


Folgende umweltbezogene Informationen in Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und sonstigen Behörden sind zu den nachfolgenden Themenbereichen verfügbar:

Amt für Bodenmanagement (nur Stell.nahme zu § 4(1)- frühzeitige Beteiligung)

•          Schutzstreifen entlang der Grabenparzelle

BUND (nur Stell.nahme zu § 4(1)- frühzeitige Beteiligung)

•          Planung wird abgelehnt:
            Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche,
            keine flächenintensive Einzelhausbebauung,
            Umweltauswirkungen sind zu ergänzen.

Kreisausschuss (Stell.nahme zu allen Verfahrensschritten)

•          FB ländlicher Raum
            Kritische Bewertung der Planung aus landwirtschaftlicher Sicht, insbesondere Flächenbedarf für Ausgleichsflächen
            Siedlungserweiterungen in Weidenhausen sind zu prüfen.

•          FB Wasser- und Naturschutz
            Die naturschutzfachlichen und artenschutzrechtlichen Unterlagen sind zu vervollständigen, der Uferrandstreifen ist
            gemäß § 30 BNatSchG zu sichern, die Eingriffs-/Ausgleichsbilanz ist nachzubessern.

RP Gießen (Stell.nahme zu allen Verfahrensschritten)

•          Obere Landesplanungsbehörde
            Das Plangebiet ist im Regionalplan Mittelhessen 2010 als Vorbehaltsgebiet für die Landwirtschaft gekennzeichnet.
            Die Notwendigkeit der Ausweisung des Baugebiets ist zu begründen (sonst. Nachverdichtungsmöglichkeiten im
            Ortsteil, vorsorgender Bodenschutz, ..)

•          Kommunales Abwasser
            Die Aussagen zur Abwasserentsorgung sind zu ergänzen.

•          Bauleitplanung
            Die Notwendigkeit der Umwandlung landwirtschaftlich genutzter Flächen ist zu begründen.

Zweckverband (ZMA)

            Der SMUSI - Nachweis ist zu erbringen (Schmutzfrachtsimulationsberechnung).

Umweltbezogene Stellungnahmen von privaten Personen:

•          Bürgerinitiative (BI) Baugebiet „Im Oberen Haumbach“ - c/o Herr Stefan Wolf
            Die BI weist auf verschiedene Tier- und Pflanzenarten hin, die in der Planung nicht ausreichend gewürdigt worden
            seien. Auch widerspricht sie der ökologischen Bewertung verschiedener Flächen. Aufgrund der geplanten
            verkehrlichen Erschließung sieht die BI erhebliche Belastungen für die bereits im Gebiet lebenden Anwohner. Sie
            weist auf freie Bauplätze in Weidenhausen hin, die zuerst bebaut werden sollten.


Gemäß § 4a Absatz 3 BauGB werden die Entwürfe der Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans „Im oberen Haumbach“ einschließlich Begründung, Umweltbericht und den Stellungnahmen der Behörden mit Umweltbezug in der Zeit von

Freitag, den 25. Mai 2018 bis einschließlich Montag, den 25. Juni 2018,

im Rathaus der Stadt Gladenbach, Karl-Waldschmidt-Straße 3, Zimmer 111, Fachbereich IV (Fachdienst Bauen), während der Dienststunden zur Einsicht erneut öffentlich ausgelegt. Die Unterlagen sind in diesem Zeitraum auch unter folgender Internetadresse digital abrufbar: www.gladenbach.de/home/aktuelles.

Während der Auslegungsfrist können Anregungen und Bedenken zur o. a. Bauleitplanung von jedermann schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden.

Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange werden von der Auslegung benachrichtigt. Während der Auslegung können Bedenken und Anregungen zu dem ausgelegten Plan schriftlich oder mündlich zur Niederschrift vorgebracht werden. Gemäß § 4a Abs. 3 BauGB wird jedoch bestimmt, dass Bedenken / Anregungen nur zu den geänderten und ergänzten Teilen der Bauleitpläne vorgebracht werden können. In den Begründungen sind die wesentlichen geänderten Teile farblich hervorgehoben.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen möglicherweise nicht berücksichtigt werden (Präklusion nach § 4a (6) BauGB). Ein Antrag ist nach § 47 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) unzulässig, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können.

Gemäß § 4b BauGB ist die Durchführung der Verfahrensschritte dieses Bauleitplanverfahrens einem Dritten übergeben worden.



Der Geltungsbereich ist in den nachstehenden Abbildungen dargestellt.

Änderung Flächennutzungsplan o. Maßstab (zum Vergrößern bitte anklicken)


Bebauungsplan  o. Maßstab (zum Vergrößern bitte anklicken)


Wir geben der Bevölkerung hiervon Kenntnis.

Gladenbach, den 17.05.2018

Der Magistrat der Stadt Gladenbach
gez. Kremer
Bürgermeister


Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich „Im oberen Haumbach“ im Stadtteil Weidenhausen der Stadt Gladenbach (Alle Anlagen als )

01_FNP-Änderung (ca. 2 MB)

02_Begründung FNP Haumbach März_2018

03_Anh1 FNP Bauflächenkataster

04_Anl1 FNP Artenschutzrechtliche Erfassung

05_Anl1a FNP Faunistische Erfassung

06_Anl2 FNP Ökokonto - Zuordnung Haumbach (ca. 3,5 MB)


Aufstellung des Bebauungsplans „Im oberen Haumbach“ (Alle Anlagen als  )

01_Bebauungsplan

02_Begründung BPlan Haumbach März_2018

03_Anh1 BPlan Haumbach Bilanz KV März_2018

04_Anh2 BPlan Im oberen Haumbach_Best_Konfl 3_2018

05_Anh3 BPlan Im oberen Haumbach_Maßn 3_2018

06_Anh4 BPlan Artenschutzrechtliche Betrachtung

07_Anh4a BPlan Faunistische Erfassung

08_Anh5 BPlan Ökokonto - Zuordnung Haumbach (ca. 3,5 MB)

09_Beschlussvorschläge März 2018 (ca. 7 MB)

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